• Fr, 10.03. , 11:30 bis 13:00 Uhr
  • Violence and Unity in a Complex Society: Engaging Ethnicism and Religious Fanaticism in Nigeria Anschließend Diskussion

  • Vortrag
  • Jonathan Chimakonam Okeke, Professor für Philosophie, Universität von Calabar, Nigeria

    Nigeria ist eine multiethnische Gesellschaft. Es rühmt sich auch einer tief religiösen Bürgerschaft. Tatsächlich ist die Tiefe der religiösen Gefühle in Nigeria eine perfekte Darstellung von John Mbitis Beobachtung, dass Afrikaner notorisch religiös sind. So scheint Nigeria mit etwa 250 Sprachgruppen, der traditionellen Rivalität zwischen Islam und Christentum, Massenarmut sowie einer hohen Ignoranzrate und einer dominanten unphilosophischen Denkweise ein gutes Beispiel für eine komplexe Gesellschaft zu sein. Die Unvermeidlichkeit wiederkehrender Gewalt, die entweder durch Ethnismus oder religiöse Bigotterie oder beides ausgelöst wird, kollidiert mit einem politischen Druck, die Einheit zur Geburtsinstabilität, dem regelmäßigen Chaos, dem Selbst und anderen Dichotomien und einer entarteten Ordnung aufrechtzuerhalten. Ich werde in dieser Arbeit argumentieren, dass dort, wo religiöse und ethnische Gefühle die Willens- und Urteilshandlungen von Staatsbürgern beeinflussen und wo Armut endemisch ist, die philosophische Denkweise wie in Nigeria in den Urlaub fahren muss. In dieser Arbeit werde ich erklären, was Nigeria zu einer komplexen Gesellschaft macht, und zeigen, wie Ethnismus und religiöser Fanatismus in Nigeria Gewalt und Ungerechtigkeit hervorrufen, indem Strategien verfolgt werden, ethnische für religiöse Symbole zu wechseln und Ethnismus mit religiösem Gefühl zu verstärken. Ich werde untersuchen, was die vielfältige nigerianische Gesellschaft zusammenhält, ungeachtet der Flut von Gewalt, massiver Ungerechtigkeit und unaufrichtiger öffentlicher Politik. Abschließend möchte ich extrapolieren, wie wir über eine dauerhafte Einheit in einer nigerianischen Gesellschaft verhandeln können, die sich durch ethnische und religiöse Gewalt abhebt. Mein Vorschlag wird nämlich in drei Thesen formuliert;