• Fr, 09.03. , 14:00 bis 14:45 Uhr
  • Mittagsgespräch: Wer nichts isst, soll hier auch nicht sein. Planung, Konsum und Konflikt im noeliberalen Stadtraum

  • Vortrag
  • Gabu Heindl, Architektin und Stadtplanerin, Wien

    Der öffentliche Raum ist bedeutend für den sozialen Zusammenhalt, für Demokratie und für ein gutes Leben für alle - wiewohl unterschiedlich im städtischen wie im ländlichen Bereich. Im öffentlichen Raum wächst zugleich eine Genuss- und Konsumkultur: Wer kennt, wer mag das nicht - sich in der Sonne sitzend etwas Gutes bestellen? Und wer aber kann genau das nicht - ob aus ökonomischen Gründen oder Diskriminierungserfahrungen? Denn durch die privatwirtschaftliche, gastronomische Nutzung von öffentlichen Plätzen, die oft von einer guten Lage oder von guter Infrastruktur profitieren, werden auch Ausschlüsse produziert; zugleich wird ein Verlust an Gestaltungsmöglichkeiten vonseiten der öffentlichen Hand in Kauf genommen. In jedem Schanigarten finden sich also viele Problemaspekte wieder: ökonomische, soziale, ästhetische und raumplanerische. Der Konflikt um eine Wiese am Wiener Donaukanal dient mir hierbei als empirisches Beispiel. Wer nichts isst, soll hier auch nicht sein. Planung, Konsum und Konflikt im neoliberalen Stadtraum


    In meinem Vortrag werde ich (in der Perspektive einer radikaldemokratischen Kapitalismuskritik) der Frage nach dem Wert von öffentlichem Raum, von Boden als gemeinsamer Ressource bis hin zu Commons und deren Agency/Akteur*innen nachgehen.