• © Henry Sowinski
  • Sa, 06.03.
  • Bildung in der Natur. Naturverbundenheit durch Wildnispädagogik

  • Vortrag
  • Naturverbundenheit durch Wildnispädagogik

    Bei Wildnispädagogik stehen Erfahrungen in der Natur im Zentrum der Ausbildung. Wenn wir Handeln, dann handelt unser Körper, mit Herz und Seele. Das Gehirn, das sogenannte bewusste Denken, spielt beim Handeln eine sehr untergeordnete Rolle. Wir gehen in die Natur, machen dort Erfahrungen und achten dabei auf die Reaktion unseres Körpers, unseres Herzens, unserer Seele und unserer Gedanken. Diese Erfahrung zeigt uns in die Richtung, in die wir gehen, jede/r ihren/seinen individuellen Bildungsweg. Auf diese Weise werden alle unsere sinnlichen Fähigkeiten gleichzeitig angesprochen und ausbildet. Alle anderen Wesen lernen so und auch Menschenkinder lernen so. Dazu kommt, dass wir in Gemeinschaft lernen. Die unterschiedlichen Erfahrungen bei den Erlebnissen werden einander erzählt. Dabei wird allen ihr Raum gegeben. Wir akzeptieren, dass jede/r das gleiche Ereignis unterschiedlich erlebt. Das ist sehr bereichernd, weil dadurch viel mehr Aspekte des Ereignisses wahrgenommen werden. Dies ist ein wichtiger Teil von Wildniswissen. Wildniswissen ist Naturverbundenheit. Wir erhalten Zugang zu dem Wissen anderer Wesen, zum Beispiel zum Wissen anderer Kursteilnehmer/innen oder zum Wissen der Rehe. Wie das funktioniert, wird im Vortrag auch anhand von erlebten Geschichten gezeigt.